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| Foto: von Haefen | ||
Die Geschichte der Seniorenuniversität der Charité |
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1. Die Zeit seit der Gründung bis 1989 |
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Am 03. September 1978 eröffnete das damalige Institut für Medizinische
Soziologie der Charité - Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin -
im Rahmen eines Forschungsprojektes "Gerontologie der DDR" die "Universität der Veteranen
der Arbeit" unter dem Motto "Nicht nur dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr
Leben hinzufügen". Die "Universität der Veteranen der Arbeit" war eine durch die führenden Gerontologen der Charité professionell organisierte Einrichtung: Prof. Dr. Schmidt als Leiter, Prof. Dr. Eitner als Vorsitzender des Beirates, Frau Dr. Kalbe als stellvertretende Leiterin und Frau Dr. Kuhlmey als Sekretärin. In 14-tägigen Vorlesungen wurde vorwiegend über Probleme des Alters gesprochen, wobei die Medizin im Mittelpunkt stand. Das Interesse der Senioren war groß, so dass die Angebote Jahr für Jahr fortgesetzt werden mussten. Der ursprünglich bei der Gründung gehegte Gedanke, die Vorlesungen jährlich vor einem neuen Hörerkreis zu wiederholen, wurde durch das Interesse der Senioren ad absurdum geführt: Die Senioren kamen in jedem Studienjahr wieder und erwarteten immer ein neues Themenspektrum. So wurden immer mehr Wissenschaftgebiete in das Vorlesungsprogramm aufgenommen: Philosophie, Kunst und Kultur, Geschichte, Politik, Technik u.v.m. Der Wunsch, bestimmte Themen zu vertiefen, führte 1982 zur Gründung eines Literaturzirkels. 1987/88 kamen Museums- und Architekturkurse hinzu, die vorwiegend, aber nicht ausschließlich ehrenamtlich organisiert wurden. Die "Universität der Veteranen der Arbeit" setzte ihre Tätigkeit bis 1989 ununterbrochen fort. |
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2. Die Wende 1989 und die Folgejahre |
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| Die politische Wende in Deutschland löste eine Reihe von Veränderungen
positiver wie negativer Art aus. Aus der "Universität der Veteranen der Arbeit" wurde die
Seniorenuniversität der Charité. Frau Prof. Dr. Kuhlmey und Frau Dr. Kalbe war es zu verdanken,
dass es in der wilden Zeit der Nachwendejahre keine Lücken und Abstriche am Programm gab.
Sie machten einfach weiter und retteten die Seniorenuniversität vor dem Schicksal vieler
DDR-Einrichtungen - der Abwicklung. Die Senioren dankten es durch ihre Treue zur Einrichtung. Aus Westberlin meldete sich die Berliner Akademie für weiterbildende Studien e.V., um die über die ehemaligen Grenzen der DDR bereits bekannte Einrichtung der Charité mit zu nutzen. Unterschiedliche Denkansätze, Traditionen und Bildungskonzepte machten anfangs die Zusammenarbeit schwierig, doch setzten sich der Wille zur Zusammenarbeit und der Wunsch, die Seniorenuniversität für Berlin zu erhalten, letztendlich durch. Für die Senioren brachte dies wesentliche Vorteile: das Themenspektrum erweiterte sich und es gab nunmehr wöchentliche Vorlesungen der Seniorenuniversität. Frau Prof. Dr. Kuhlmey erwarb sich aber auch noch weitere Verdienste um den Erhalt der Seniorenuniversität: Sie öffnete die inhaltliche und organisatorische Gestaltung für ehrenamtliches Engagement der Senioren. 1993 bildete sich ein Hörerbeirat, der Schritt für Schritt immer mehr Aufgaben übernahm, bis die Verantwortung für die anstehenden Probleme buchstäblich nach neuen Formen schrie. Die Sorge um den dauerhaften Erhalt der Seniorenuniversität, die ständig steigende Nachfrage nach Kursplätzen, deren Organisation nunmehr ausschließlich ehrenamtlich durch Senioren erfolgte, erforderte eine juristische Lösung, die schließlich in Form eines Fördervereins gefunden wurde. Am 31. Mai 1995 wurde von 10 Seniorinnen und Senioren sowie Mitarbeitern der Charité pro seniores. Verein zur Förderung der Seniorenuniversität Berlin e.V. gegründet. Dieses Engagement fand großen Zuspruch: der neue Verein wuchs kontinuierlich auf heute über 1.000 Mitglieder, erweiterte das Kursangebot wesentlich, rationalisierte die gesamte Organisation und sorgte für den Erhalt der Seniorenuniversität. Einzelheiten zum Verein entnehmen Sie bitte der Seite "Der Verein"! |
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3. Die Seniorenuniversität heute |
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Das 34. Studienjahr 2011/12 wurde am 21.09.2011 mit einem Vortrag von Frau Prof. Dr. Dres. h.c. Ursula Lehr (Bundesministerin a. D.)
zum Thema "Langlebigkeit verpflichtet: Älter werden - Aktiv bleiben" erfolgreich eröffnet und läuft bis Juni 2012.
Seit 1994 unterliegen die organisatorischen Vorbereitungen einem standardisierten Verfahren,
das auch für
die kommenden Jahre unverändert gilt:
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