Termine und Kosten der hier vorgestellten Kurse entnehmen Sie bitte dem Programm 2026/27


 

501 Starke Stimmen - starke Frauen - Programm Herbst 2026

Irmela Körner

Schrift

(...) Reisen ist Aufbruch und Auseinandersetzung mit einer bis dato fernen Welt und unbekannten Kultur. Die damit verbundene Neugier und Lust auf Welterfahrung sind keine männlichen Eigenschaften. Gleichwohl galt es für Frauen über Jahrhunderte hinweg als unschicklich, auf Reisen zu gehen. Ihre „Weibsnatur“ hindere sie am Unterwegssein, war die damals gängige Auffassung. Heinrich von Kleist warnte seine reiselustige Schwester, sie könne nicht einen Zaun, nicht einen Graben ohne Hilfe eines Mannes überschreiten. Doch Frauen widersetzten sich dem männlichen Gebot zu Schicklichkeit, sie zog es hinaus, sie nahmen Strapazen der Reisen auf sich und befreiten sich aus den zu engen Grenzen ihres Geschlechts. (...). Als Reiseautorinnen werden unter anderem vorgestellt:
- Lady Mary Montague (Briefe aus dem Orient),
- Isabelle Eberhardt (Reisen in die Wüste),
- Malwida von Meysenburg, Fanny Mendelssohn-Hensel (Europa),
- Alexandra David-Néel (Asien),
- Annemarie Schwarzenbach (Nordafrika),
- Gertrude Bell (Naher Osten).
Die Lektüre der vorgestellten Reiseliteratur wird nicht vorausgesetzt, der Kurs soll allerdings Lust darauf machen, die Texte zu lesen.

Collage der oben genannten Reiseautorinnen von Abbildungen auf Public domain, via Wikimedia Commons

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505 Literarische Entdeckungen V - Programm Herbst 2026

Faszination Verbrechen

Stefanie Lemke

...

„Kriminalgeschichten muß man lesen, um zu erkennen, was, in moralischer Hinsicht, der Mensch eigentlich ist.“ Arthur Schopenhauer

Wenn wir an Verbrechen in der Literatur denken, ist das Genre des Kriminalromans nicht weit. Unübersichtlich geworden, hat es sich längst in Detektivgeschichten, Psychothriller, Regio-Krimis, historische Krimis, True Crimes, Krimikomödien, Fantasy-Krimis usw. aufgefächert. Doch auch die schöne Literatur kann die Finger nicht vom Verbrechen lassen: in griechischen Tragödien wimmelt es vor Morden, der Blutdurst der Barockliteratur sucht seinesgleichen und einige Romane Dostojewskis sind verkappte Krimis. Wie halten es die zeitgenössischen Schriftsteller und Schriftstellerinnen mit der Faszination, die im Verbrechen lauert? Sind ihre Täter und Opfer überhaupt noch voneinander abgrenzbar? Und wie unterscheiden sich Romane mit Krimielementen von Kriminalromanen?
Diesen und anderen Fragen werden wir im Kurs anhand von ausgewählten literarischen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts detektivisch nachgehen.
Die Voraussetzung für eine Kursteilnahme besteht darin, den zu besprechenden Roman zu lesen und Interesse an Gesprächen über die Welt der Literatur mitzubringen. Die Bekanntgabe der Romane erfolgt mit Ihrer Teilnahmebestätigung.

Foto: oben: Mohamed Hassan + unten: Alexa auf Pixabay

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507 Geschichte und Globalisierung der deutschen Sprache - Programm Herbst 2026

"Was hat das Wort Porzelan mit Schweinchen zu tun?"

Volker Elingshausen

Porzelanschwein

Die Geschichte der deutschen Sprache ist eine spannende und verschlungene, oft auch amüsante Sache. In diesem Kurs wird der Frage nachgegangen, wie sich unsere Sprache entwickelte und veränderte, woher ihre Wörter stammen und wie sich die Bedeutung veränderte. Die Verwandtschaft mit anderen Sprachen und die Einflüsse auf diese werden aufgezeigt.

Foto: Andreas Breitling auf Pixabay

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